Kontakt
Unser Partner: Logo mietwohnmobile.com

Wohnmobil richtig beladen

Beim Beladen eines Wohnmobils gibt es jede Menge Dinge, auf die du achten solltest. Auf den ersten Blick denkt man gerne, dass es bei solch einem großen Fahrzeug doch jede Menge Platz geben muss, um das gesamte Urlaubsgepäck und die Großfamilie problemlos unterzubringen. Wenn dann sowohl das Gepäck, als auch die Familie vor dem Wohnmobil stehen, sieht es plötzlich ganz anders aus. Wir möchten dir ein paar Tipps für das richtige Beladen deines mobilen Urlaubsbegleiters geben und freuen uns auf weitere, tolle Ideen, um auch noch die letzten Zentimeter sinnvoll nutzen zu können. Schreib uns gerne eine Mail.

Worum geht es beim Beladen eines Wohnmobils. Natürlich geht es einerseits um den Platzbedarf und andererseits um das zulässige Gesamtgewicht des Wohnmobils, das auf keinen Fall überschritten werden darf. Ein weiterer, wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass ein Wohnmobil mit falsch verteiltem Gewicht sehr schnell instabil werden kann. Der Aufbau und ein ggf. vorhandener Grundriss zeigt dir, wie zum Beispiel Wassertanks, Gasflaschen und Kühlschrank verteilt sind.

Zulässiges Gesamtgewicht nicht überschreiten

Schaue vor dem Beladen des Wohnmobils in dein Kfz-Schein, um zu sehen, wie hoch das Eigengewicht des Fahrzeugs ist. Beachte dabei, dass der Tankinhalt dabei mit 90% der Füllung mit eingerechnet wird. Des Weiteren wird ein imaginärer Fahrzeugführer mit 75 kg einberechnet. Wenn du nun das Eigengewicht des Fahrzeugs vom zulässigen Gesamtgewicht abziehst, weißt du genau, wieviel Kilogramm du noch beladen darfst.

Die genauen Bestimmungen darüber findest du übrigens im § 42 der StVZO.

Wassertank füllen oder leer lassen

Wassertank_KuhAls nächstes solltest du überprüfen, wie groß dein Wassertank ist. Wenn du z.B. einen Wassertank mit 200 l Inhalt hast, dann solltest du dir überlegen, ob du ihn vor der Fahrt in den Urlaub befüllen möchtest. Die Profis unter den Wohnmobilisten füllen ihn gerade so weit auf, dass sie problemlos zum anvisierten Campingplatz oder einem Stellplatz kommen. Dort kann man ihn dann wieder nachfüllen. Wenn man bedenkt, dass 200 l Wasser = 200 kg Gewicht bedeuten, dann macht es Sinn, darüber nachzudenken. Außerdem bedeutet mehr Gewicht auch immer einen höheren Kraftstoffverbrauch.

Brauchwassertank muss nicht voll sein

Beachte, dass auch der Brauchwassertank oftmals einen Tankinhalt von 100 l oder mehr hat. Fahre nicht mit all zu viel Brauchwasser durch die Gegend, denn erstens handelt es sich um Wasser, das sowieso entsorgt werden muss und zweitens gilt auch hier: 1 Liter Brauchwasser = 1 kg Gewicht. Hinzu kommt, dass Brauchwasser sowieso besser öfters entleert werden sollte, da die Schmutzpartikel sich gerne absetzen und einen Schmierfilm auf dem Sensor hinterlassen können, der wiederum dafür sorgt, dass unter Umständen die Füllanzeige auf deinem Paneel nicht mehr richtig funktioniert.

Wie schwer sind volle Gasflaschen

GasflascheGasflaschen haben in der Regel ein Füllgewicht von 5 kg, 11 kg oder 33 kg. Hinzu kommt das Leergewicht der Flasche (Tara), welches auf der Flasche aufgedruckt sein muss. Da sehr häufig die Gasflaschen mit 11 kg genutzt werden, möchten wir hier gerne kurz auf diese Flasche eingehen. Wenn es sich um eine Stahlflasche handelt (Aluflaschen sind erheblich leichter, aber auch erheblich teurer), kannst du gerne von einem Leergewicht der Flasche von ca. 10 – 12 kg ausgehen. Gefüllt wiegt diese Flasche also in der Regel zwischen 21 und 23 kg. Da in den meisten Wohnmobilen gerne 2 Flaschen mitgenommen werden, sprechen wir plötzlich von einem Mehrgewicht von fast 50 kg. Deine Überlegung sollte also dahin gehen, ob du Stahlflaschen oder Aluflaschen verwendest und/oder ob du schon bei Antritt der Fahrt 2 volle Flaschen transportierst. In den allermeisten Ländern in Europa ist es ein Leichtes, leere Gasflaschen gegen volle Gasflaschen auszutauschen. In den größeren Campingplätzen werden solche Tauschflaschen oftmals angeboten, jedoch solltest du auf den Preis achten, um nicht zusätzlich eine „teure Dienstleistung“ zu bezahlen.

Schweres immer nach unten

Verstaue schweres Gepäck nach Möglichkeit immer unten, um ein Schwanken oder Aufschaukeln Ihres Wohnmobils zu vermeiden. Gerade bei Überholmanövern oder Kurvenfahrten bei höheren Geschwindigkeiten kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Deshalb gilt: Schwere Gegenstände immer in Bodennähe oder im Doppelboden verstauen, falls vorhanden.

Die beliebte Heckgarage bietet in der Regel viel Platz, sollte aber nicht als alleinige Lösung für das gesamte Gepäck angesehen werden. Erstens würde eine Überfüllung der Garage unweigerlich zu einer ungleichmäßigen Gewichtsverteilung führen und zweitens führt ein Übergewicht im Heck automatisch zu einer zu hohen Entlastung der Vorderachse, was man physikalisch Hebelwirkung nennt. Gerade für Fronttriebler eine fatale Fehlentscheidung. Die beste Verteilung von schwerem Gepäck, wie Getränkeflaschen oder Vorräte solltest du zwischen den beiden Achsen einplanen.

Ladung immer sichern

Es gilt der Grundsatz, dass offene Regale oder Ablagen während der Fahrt immer leer sein sollen. Leider wird immer wieder die Fliehkraft unterschätzt und es kommt bei Vollbremsungen zu erheblichen Schäden, oftmals sogar Personenschäden, weil plötzlich Gepäckgegenstände wie Geschoße von hinten nach vorne fliegen. Man hat keinerlei Chance, solchen Geschoßen aus dem Weg zu gehen. Wenn du keine Möglichkeit hast, deine Ladung richtig zu sichern, sei es durch Schienen, Seile oder anderes, geeignetes Sicherungszubehör, wie Anti-Rutsch-Matten oder Sicherungskeile, dann darfst du dein Gepäck nur in den geschlossenen Schränken oder eben in der Heckgarage transportieren.

Wo kannst du dein Wohnmobil wiegen

WaageBitte wiege dein Wohnmobil selbst, um auf der sicheren Seite zu sein. Falls du auf der Urlaubsfahrt angehalten wirst und mit dem Fahrzeug auf eine Bodenwaage fahren müsst, dann hilft Beten nur bedingt. In der Regel sind die Beamten weniger christlich und teilen dir das Gesamtgewicht fast auf das Gramm mit – und das kann recht teuer werden. Wenn man bedenkt, dass du nicht nur ein Bußgeld bezahlen müsst, sondern die Weiterfahrt untersagt wird, bevor du nicht nachweislich für das erlaubte Gewicht gesorgt hast, kannst du dir vorstellen, dass du plötzlich vor einem Problem stehst. Wohin mit dem überflüssigen Gepäck und – welches Gepäck soll überhaupt überflüssig sein? Deshalb unser Tipp: In den meisten Städten gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Wohnmobil wiegen zu lassen. Denk an den TÜV oder an die DEKRA. Vielleicht befindet sich in deiner Nähe eine Kiesgrube. Überlege, ob es einen Schrotthändler oder eine Mülldeponie gibt, die du anfahren könntest. Du siehst, es gibt Möglichkeiten. Wenn du nett fragst, darfst du kostenlos auf die Waage oder du bezahlst nur eine sehr geringe Gebühr, nicht zu vergleichen mit dem Wiegen durch die Polizei auf einem Parkplatz. Der beste Zeitpunkt, das Wohnmobil zu wiegen, wäre natürlich vor Antritt der Fahrt in den Urlaub. Vergesse dann aber bitte nicht, alle Familienmitglieder mit ins Reisemobil zu laden, die mit in den Urlaub fahren möchten, einschließlich deinem Hund. Einfacher geht es, wenn du alle Familienmitglieder nach ihrem Gewicht fragst, was manchmal aber zu anderen Diskussionen führen kann, über die wir in diesem Beitrag nicht schreiben möchten. Hierfür wäre ein Blog im Fitnessbereich wohl angebrachter.

Gewichtsunterschiede bei Batterien

In den allermeisten Wohnmobilen werden von Haus aus für die Innenraumbatterien, also für die Versorgung der Gerätschaften im Aufbau, wie Kühlschrank (solange er nicht mit Gas oder per Kabel mit 230 Volt versorgt wird), Beleuchtung, Anzeigen in den Paneelen, etc., sogenannte Säure-oder Gelbatterien eingesetzt. Diese Batterien sind sehr schwer und reichen für eine autarke Nutzung in der Natur oftmals nur für wenige Tage aus. Gerne werden Wohnmobile mit Solarpaneelen auf dem Dach ausgestattet, um durch die Sonne für eine zusätzliche Aufladung der Innenbatterie zu sorgen. Solch eine Anlage sorgt mit Sicherheit für eine längere Stromversorgung und häufig wird noch eine weitere Batterie eingebaut, um mehr Akkuleistung zu erzielen. Es gibt allerdings noch die Möglichkeit, auf sogenannte Lithium-Ionen Akkus umzusteigen. Diese Batterien wiegen nur noch den Bruchteil einer normalen Batterie und sind von der Nutzungsdauer den Säure- und Gelbatterien extrem überlegen, jedoch solltest du auch wissen, dass solche Batterien einen vielfach höheren Anschaffungspreis bedeuten. Wir möchten an dieser Stelle nur auf diese Möglichkeit hinweisen. Im Netz gibt es sehr viele Informationen über dieses Thema.